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Autor und inhaltlich verantwortlich für den nachfolgenden Radreisebericht ist Günter Heidemann, 45549 Sprockhoevel.
1. Etappe - Aschaffenburg - Miltenberg (35 km)
Start am Hauptbahnhof gegen 14.30 Uhr. Rechtsmainisch flussaufwärts über Elsenfeld und Erlenbach nach Klingenberg, dem Rotweinort. Einkehr im Cafe Ebert
im Ortsteil Trennfurt an der Mainbrücke. Weiter linksmainisch bis Miltenberg. Am Abend Besuch des ältesten Gasthauses der Gegend dem RIESEN. Leckeres
Bier und gute Hausmannskost zu fairen Preisen. Die Raucher haben hier nicht gestört.
2. Etappe - Miltenberg – Königshofen (71 km)
Linksmainisch weiter über Bürgstadt (Weinort) und Wechsel auf die andere Mainseite bei Freudenberg. Pause bei Stadtprozelten. Weiter über Faulbach
und Hasloch nach Wertheim, wo die Tauber in den Main mündet. Sehr sehenswerte Altstadt und gut erhaltene Burgruine. Hier endet oder beginnt das liebliche
Taubertal.
Der anfänglich nur leicht ansteigende Radweg entwickelte sich zu einer Berg- und Talfahrt durch viel Wald. Wir genießen den Duft von Bärlauch.
Empfehlen jedoch, zwischen Wertheim und Bronnbach für 2 € den Zug zu nehmen. Ein Blick in die ehemalige Klosteranlage Bronnbach lohnt. Der weitere Weg
über Werbach (hier vereinigen sich die Radwege „liebliches Taubertal und „romantische Straße“) nach Tauberbischofsheim ist auf
guten Wegen leicht zu bewältigen. Hier ist eine längere Pause in der sehenswerten Altstadt angezeigt.
3. Etappe - Königshofen – Rothenburg o. d. T. (60 km)
Der Zimmervermieter behauptete, dass Königshofen zu den regenärmsten Orten in Deutschland gehört. Trotzdem starteten wir bei leichtem Regen und
nahmen in Bad Mergentheim den Zug für 1,60 € bis Weikersheim. Wir sehen den neu gepflasterten Hauptplatz ohne Autos, ohne Regen. Ab Röttingen
mussten wir wieder den Regenschutz auspacken und brauchten ihn bis Creglingen. Nach ausgiebigem Mittagessen wurde das Wetter wieder besser. An der Holdermühle,
der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern, trafen wir Leute aus unserer Heimat. Am Nachmittag schoben wir eine halbe Stunde lang unsere Räder bis
nach Rothenburg und fanden ein günstiges Quartier in der Goldenen Rose in der Spitalgasse 28.
4. Etappe - Rothenburg o. d. T. – Dinkelsbühl (60 km)
Bis Gebsattel ist der Radweg leicht zu fahren. Wir folgen dem ausgeschilderten Weg und müssen uns einige Male etwas quälen, werden dafür mit
schönen Ausblicken in eine herrliche Landschaft belohnt. In Schillingsfürst erfahren wir im Verkehrsbüro, dass der Esterbauer-Radführer
„Romantische Straße“ den Radweg entlang der Tauber und der Wörnitz über Bockenfeld, Diebach und Bellershausen leider nicht vermerkt.
In einer Neuauflage sollte der Verlag das angeben. Wir radeln nach Karte über Dombühl nach Feuchtwangen, wo wir gegen 14 Uhr noch ein leckeres Mittagessen
bekommen. Bei Larrieden stoßen wir auf die Wörnitz und erreichen gegen 18 Uhr Dinkelsbühl. Mit dem besten Unterkunftsverzeichnis –im Stadtplan
sind alle Quartiere verzeichnet- erreichen wir etwas außerhalb der Altstadt unser günstigstes Zimmer der Reise.
5. Etappe - Dinkelsbühl – Creglingen (64 km)
Bei herrlichem Wetter radeln wir über Larrieden, Mosbach, Reichenbach, Ungetsheim, Zumhaus, Waldhausen, Wörnitz, Diebach, Bockenfeld und Gebsattel nach
Rothenburg. Mit Japanerinnen im Gartenlokal genießen wir Kuchen und Kaffee. Wegen der hohen Temperaturen kehren wir in die Holdermühle ein. Gleich am
Radweg in Creglingen haben wir eine ganze Wohnung für uns und freuen uns über den Blick vom Balkon auf die Stadt.
6. Etappe - Creglingen – Kreuzwertheim (70 km)
Am Feiertag sind wir bei schönstem Wetter nicht allein auf dem Radweg. Zu Staus kommt es aber nicht. Nach dem Besuch des Tillmann Riemenschneider Altars in
der Herrgottskirche gibt es in Weikersheim ein großes Eis. Bei Edelfingen sitzen wir zum zweiten Male in einem neu angelegten Biergarten. Nachmittags steigen
wir in Bronnbach in den Zug und sind 10 Minuten später in Wertheim. Weil wir die Nostalgiezüge lange bewundern, sind wir erst gegen 19 Uhr in unserem
Privatzimmer mit Blick auf den Spessart.
7. Etappe - Kreuzwertheim – Klingenberg (40 km)
Es wird noch wärmer und wir genießen die kurze Etappe besonders in einer Straußenwirtschaft im Weinort Bürgstadt bei einer Weinschorle.
8. Etappe - Klingenberg – Aschaffenburg (30 km)
Bei Hochsommertemperaturen bleiben wir bis Elsenfeld auf der rechten Mainseite. Dann geht es auf einem z. T. neu gebauten Radweg bis Aschaffenburg durch einen
blühenden Akazienwald. Gut eine Stunde vor Abfahrt des Zuges erreichen wir Aschaffenburg.
Fazit
Es ist eine sehr empfehlenswerte Radtour. Die Strecke ist auch für weniger sportliche RadlerInnen geeignet. Die Kosten incl. Übernachtung in Privatzimmern
liegen bei 40 bis 45 € pro Tag. Das Schöne-Wochenende-Ticket kostet 30 € für bis zu 5 Personen plus 3 € je Rad.
Unsere 4. Bahn/Rad Tour wird uns an die Weser führen.